Tief am Horizont und früh am Abend: Eine seltene ‚Planetenparade‘ zieht am 28. Februar über den Himmel
Am Abend des Samstags, den 28. Februar, wird eine seltene ‚Planetenparade‘ ein halbes Dutzend Welten entlang der Ekliptik aufreihen, sodass sie gemeinsam in einem einzigen Bogen über dem Horizont erscheinen. Die Show ist kurz: Je nach Breitengrad und lokaler Dämmerung dauert die sichtbare Gruppierung meist nur 30–90 Minuten nach Sonnenuntergang, bevor einige Planeten wieder in Richtung Sonne sinken. Dieses schmale Zeitfenster ist der Grund, warum Himmelsbeobachter-Guides und Astronomen dazu raten, den Beobachtungsort und die Zeit sorgfältig zu wählen, wenn man jedes Objekt der Aufreihung sehen möchte.
Warum es zur seltenen ‚Planetenparade‘ kommt
Planetenparaden sind weniger kosmische Zufälle als vielmehr die sichtbar gemachte Geometrie des Sonnensystems. Die Planeten umkreisen die Sonne in nahezu derselben flachen Ebene – der Ekliptik – daher sehen wir sie von der Erde aus meist entlang einer ähnlichen Linie am Himmel projiziert. Gelegentlich führen diese Umlaufbahnen dazu, dass sich mehrere Planeten auf derselben Seite der Sonne und in etwa derselben Region der himmlischen Länge befinden, was das Erscheinungsbild einer Parade oder eines Bogens erzeugt.
Diese Ausrichtung ist eine scheinbare: Die Planeten befinden sich immer noch in sehr unterschiedlichen Entfernungen zur Erde und liegen physisch nicht nahe beieinander. Was diese Ereignisse so reizvoll macht, ist der beobachterische Aspekt – sie bieten die ungewöhnliche Gelegenheit, helle Planeten und, mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop, die lichtschwächeren äußeren Welten auf einen Blick zu vergleichen. Astronomen betrachten solche Gruppierungen als nützliche Erinnerung daran, Timing, Ausrüstung und Himmelsbedingungen zu prüfen, bevor sich das Zeitfenster schließt.
Wann die seltene ‚Planetenparade‘ zu sehen sein wird
Um präzise zu sein, nutzen Sie eine Astronomie-App oder einen Online-Rechner für Auf- und Untergangszeiten, um die lokalen Zeiten für den Sonnenuntergang und die Standorte der Planeten am 28. Februar zu ermitteln. Diese Werkzeuge zeigen Ihnen auch, wann die hellsten Vertreter unter Ihren lokalen Horizont sinken – ein wichtiger Punkt, da die Parade schnell verschwinden kann, wenn ein tief stehender Planet untergeht oder die Dämmerung den Himmel aufhellt.
Welche Planeten im Bogen sichtbar sein werden
Bei ähnlichen Ereignissen mit mehreren Planeten in den letzten Monaten waren die vier inneren und Riesenplaneten – Merkur, Venus, Jupiter und Saturn – häufige Teilnehmer, die mit bloßem Auge erkennbar waren, während die Eisriesen Uranus und Neptun oft Teil des Bogens sind, aber optische Hilfsmittel erfordern. Erwarten Sie hier das gleiche Muster: Die hellsten Planeten der Parade werden unter vorstädtischem Himmel ohne Hilfsmittel sichtbar sein, während für Uranus und Neptun wahrscheinlich ein Fernglas oder ein kleines Teleskop sowie ein dunklerer Himmel nötig sind, um sie als schwache Scheiben oder sternförmige Punkte auszumachen.
Nutzen Sie die schmale Mondsichel, falls sie sich in der Nähe der Linie befindet, als kalenderartigen Wegweiser, um die Planeten zu identifizieren. Beobachter werden davor gewarnt, zu erwarten, dass die Planeten wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht aussehen; mit bloßem Auge erscheinen sie als helle Punkte, die entlang eines Bogens verteilt sind, dessen Krümmung den Pfad der Ekliptik über Ihrem Himmel widerspiegelt.
So beobachten Sie die Planetenparade von Ihrem Standort aus
Wenn Sie Uranus oder Neptun sehen möchten, bringen Sie ein stabiles 10x50-Fernglas oder ein kleines Teleskop mit; ein Sucherfernrohr oder eine Sternenkarten-App helfen Ihnen dabei, den richtigen Himmelsabschnitt anzuvisieren. Bei den hellen Planeten verbessert ein Fernglas die Sicht und kann Monde um Jupiter oder das diffuse, längliche Erscheinungsbild des Saturn offenbaren; ein bescheidenes Amateurteleskop lässt Wolkenbänder, Jupitermonde und die Ringe des Saturn erkennen. Was auch immer Sie tun, prüfen Sie die lokalen Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten und seien Sie vorsichtig mit optischen Geräten: Benutzen Sie niemals ein Fernglas oder ein Teleskop, solange die Sonne über dem Horizont steht.
Praktische Beobachtungstipps und Sicherheit
Die beste Zeit zur Beobachtung der Parade ist während der bürgerlichen oder nautischen Dämmerung, wenn der Himmel dunkel genug ist, damit Sterne und Planeten erscheinen, aber bevor die schwächsten Objekte unter den Horizont sinken. Das bedeutet, früh vor Ort und vorbereitet zu sein: Kleiden Sie sich der Temperatur entsprechend, bringen Sie Rotlichtlampen mit, um die Nachtsicht zu bewahren, und packen Sie eine Decke ein. Da das Zeitfenster klein ist, planen Sie ein, mindestens 20 Minuten vor der erwarteten Startzeit bereit zu sein.
Bedenken Sie, dass die atmosphärischen Bedingungen eine Rolle spielen. Tiefe Wolken, Dunst und das Streulicht der Städte lassen die schwächeren Planeten zuerst verblassen. Falls die Vorhersage eine schlechte Transparenz ankündigt, werden Sie zwar immer noch die hellsten Mitglieder der Parade ausmachen können, aber Uranus und Neptun gehen in lichtverschmutzten Himmeln leicht verloren. Schließlich sollten Sie, falls Sie ein Teleskop benutzen, der Optik Zeit geben, sich an die Umgebungstemperatur anzupassen – das minimiert die Bildunschärfe durch thermische Strömungen.
Beobachter auf der Nordhalbkugel blicken normalerweise entlang des südlichen oder südwestlichen Horizonts, um die Planeten im Bogen über den Abendhimmel zu sehen, während Beobachter auf der Südhalbkugel oft in den nördlichen oder nordwestlichen Himmel blicken, um denselben Ekliptikbogen zu sehen. Die relative Höhe jedes Planeten über Ihrem Horizont verschiebt sich mit dem Breitengrad: Planeten erscheinen in Regionen näher am Äquator höher und stehen tiefer, wenn man in Richtung der Pole reist. Das beeinflusst, wie lange jedes Objekt nach Sonnenuntergang sichtbar bleibt.
Was eine Planetenparade ist – und was sie nicht ist
Im allgemeinen Sprachgebrauch ist ‚Planetenparade‘ eine praktische Bezeichnung für jeden Zeitpunkt, an dem mehrere Planeten zusammen am Himmel erscheinen. Astronomen bezeichnen diese Ereignisse präziser als Konjunktionen oder Gruppierungen entlang der Ekliptik, aber der Effekt ist aus der Sicht eines Beobachters derselbe: eine Chance, helle Welten in einem einzigen Foto oder mit einem einzigen Blick aufzureihen. Es handelt sich nicht um eine langfristige oder physische Ausrichtung der Planetenbahnen im dreidimensionalen Raum – lediglich um eine winkelabhängige Ansicht aus dem Inneren des Sonnensystems.
Don’t be surprised if photos shared on social media look more dramatic than the naked-eye view; many online images are composites or long-exposure photographs that make faint companions and tails far more visible than they appear to the human eye. Still, a real-time, unaided view of multiple planets stretching across the sky remains an unusual and memorable spectacle.
Kurze Checkliste für den 28. Februar
- Wählen Sie einen Ort mit freier Sicht zur Ekliptik, 30–90 Minuten nach dem lokalen Sonnenuntergang.
- Bringen Sie ein Fernglas (10x50) für eine bessere Sicht und ein kleines Teleskop mit, wenn Sie versuchen wollen, Uranus und Neptun zu sehen.
- Nutzen Sie eine Astronomie-App oder ein Planetariumsprogramm, um lokale Auf- und Untergangszeiten sowie die ungefähre Peilung der Planeten zu erhalten.
- Schützen Sie Ihre Nachtsicht mit einer Rotlichtlampe, kleiden Sie sich warm und geben Sie Ihrer Ausrüstung und Ihren Augen Zeit zur Anpassung.
Ob Sie dies als Fotogelegenheit, Familienaktivität oder ruhigen Moment unter dem Sternenzelt betrachten: Die Gruppierung am 28. Februar ist eine Erinnerung daran, dass die Geometrie des Sonnensystems routinemäßige Bewegungen in seltene, beobachtbare Muster verwandeln kann. Mit ein wenig Planung und einem kurzen Zeitfenster mit gutem Wetter können Sie mehrere Planeten in einem einzigen Blick über das Himmelszelt aufgereiht sehen.
Quellen
- NASA (Leitfäden zur Himmelsbeobachtung und Ephemeriden der Weltraumbehörde)
- NOAA Space Weather Prediction Center (Weltraumwettervorhersagen)
- European Space Agency (ESA) Informationen zu Planeten und erdnahen Objekten
- International Meteor Organization (IMO)
- American Meteor Society (AMS)
- International Astronomical Union (IAU)
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!